Lernzentrum Capito, Andreas Hamker, Matthias Stangl GbR
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Konzept der Kurzzeitnachhilfe

Lehre mich nicht, sondern lass mich lernen. (Herkunft unbekannt)

 

Lernen ist nicht Wissensvermittlung durch den Lehrer, sondern Wissenserarbeitung durch den Lernenden. So ist kurz und prägnant unsere Einstellung zu bezeichnen. Alle neuen Unterrichtskonzepte gehen von einer veränderten Lehrer – Schülerbeziehung aus, deren Kernaussage obiger Satz darstellt.

 

Dies entspricht den Bedürfnissen des Kindes: Es will lernen und nicht belehrt werden. Leider haben viele Kinder diese Einstellung für eine gewisse Zeit abgelegt. Sie haben quasi die Seite gewechselt und lernen nach dem Motto: “Lass mich nicht alles selbst erarbeiten, sondern sage mir, was ich (auswendig) lernen soll.” In der modernen Pädagogik ist die Frage, warum dies so ist, nicht so sehr bedeutsam wie die Frage, auf welche Weise der Schüler wieder zu der anderen Einstellung gelangen kann.

 

In den letzten Jahren zeigte sich immer deutlicher, dass das herkömmliche Konzept der Nachhilfe nicht länger den Anforderungen der Eltern und Kinder gerecht wird und auch nicht gerecht werden kann. Es ist nicht länger ausreichend, Lehrkräfte einzustellen, sie zu schulen und einen Unterricht zu halten, der zwar fachlich kompetent, aber alleine nicht hilfreich genug ist, um den Bedürfnissen vieler Eltern und Kinder in einem vernünftigen zeitlichen Rahmen gerecht zu werden.

 

Für uns wurde es Zeit, einen neuen Weg in der Beratung und Unterstützung von Kindern und Eltern zu gehen. Seit längerer Zeit findet immer mehr Gedankengut aus der systemischen Familienberatung Platz in unserem Konzept und wir konnten mit den Eltern und Kindern die Erfahrung machen, dass diese Herangehensweise sehr hilfreich und gewinnbringend für sie ist.

 

 

Folgende Ideen stellen den Unterbau unseres Konzeptes dar:


  1. Alle Beteiligten – Eltern, Kinder und Lehrer – tun das ihnen Mögliche, um das Beste aus einer Situation zu machen.
  2. Kinder haben eine hohe Lernkompetenz.
  3. Eltern und Kinder bringen alle nötigen Voraussetzungen zum Erreichen ihrer Ziele mit.
  4. Die Lösungen vorgelegter Aufgaben sind sinnvoll (niemand erarbeitet freiwillig unsinnige Lösungen, außer er hätte einen guten Grund dafür – was dann wieder sinnvoll wäre).
  5. Unsere Arbeitshaltung ist respektvoll gegenüber unseren Schülern und deren Eltern.
  6. Wir können nur Einladungen aussprechen in der Hoffnung, dass sie angenommen werden. Wir können niemanden zum Lernen zwingen. Und wir versuchen das auch nicht.

 

 

Darüber hinaus halten wir folgendes Bild für hilfreich:

 

Unsere Aufmerksamkeit erfasst immer nur einen kleinen Teil der gerade ablaufenden Prozesse; z.B. bemerken wir in der Regel nicht den Druck der Armbanduhr auf unser Handgelenk oder den Druck des Stuhls, auf dem wir sitzen. Ähnlich ist die Aufmerksamkeit bei Ereignissen oder Gefühlen. Im Bild ausgedrückt lässt sich dies mit einem Scheinwerfer vergleichen, der immer nur einen kleinen Teil einer Fläche ausleuchtet. Ist dies gerade eine ‘Problemfläche’, so erleben wir nur noch Probleme. Ist der Scheinwerfer auf einen Teil gerichtet, der uns ein gutes Gefühl erlaubt, nehmen wir die Situation ganz anders wahr. Zu einem gewissen Teil lässt sich dieses Erleben bewusst beeinflussen.

 

Suchen Eltern eine Unterstützung und Förderung für ihr Kind, hat sich häufig durch viele (äußere) Einflüsse bereits eine Situation gebildet, die scheinbar ausschließlich problembehaftet ist. Eltern und Kinder kommen zu uns mit einem Blickwinkel, der ihnen nur die Sicht auf die Schwierigkeiten in und mit der Schule erlaubt. Das ganze Denken und Handeln wird allein von diesem Thema – oft nur einer schlecht bewerteten Fachleistung – bestimmt. Sie können im Moment nicht erkennen, dass sie ein liebenswertes Kind haben, dem sie sehr viel geschenkt und von dem sie sehr viel bekommen haben.

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