Die klassische Nachhilfe hat sich gewandelt

Frau Gallus, die Inhaberin des lernzentrum CAPiTO in Schriesheim und Dossenheim

Das Bild zeigt Frau Gallus, die Inhaberin des Lernzentrum CAPiTO in Schriesheim und Dossenheim

 

Lernzentrum Capito erstmals im Gewerbezelt vertreten – Filiale in Schriesheim gibt es seit 2008

Von Annette Schröder (Rhein-Neckar-Zeitung vom 04.03.2010)

Die Kinder durch Erfolge motivieren. Das sei eines der Ziele im Lernzentrum Capito, erläutert Beate Gallus. Sie ist Leiterin der Dossenheimer und Schriesheimer Filiale. Und nun ist sie erstmals im Gewerbezelt auf dem Mathaisemarkt vertreten. Damit sich diejenigen, die Capito vielleicht noch nicht kennen, über die Angebotsvielfalt informieren können.

Das Lernzentrum in der Weinstadt gibt es schon seit September 2008. Insgesamt sechs Lehrkräfte kümmern sich derzeit um insgesamt 20 Kinder. In der Alexander-Mack-Straße 17 pauken und büffeln sie für Prüfungen und holen Lernstoff nach.

„Die klassische Nachhilfe hat sich gewandelt“, weiß Matthias Stangl, Leiter von Capito in Leutershausen und Großsachsen. „Heute kommen viele Kinder, die gut sind und gut bleiben wollen.“ Während es früher um die 95 Prozent gewesen seien, die wegen schlechter Noten Hilfe im Lernzentrum suchten, belaufe sich die Zahl mittlerweile nur noch auf 50 Prozent.

Stangl wird gemeinsam mit Beate Gallus den Stand im Gewerbezelt betreuen. Die beiden kennen sich schon viele Jahre, denn einst arbeitete die Anglistin und Soziologin zu ihrer Studienzeit selbst bei Stangl.

Als immer mehr Anfragen aus Schriesheim kamen, ob nicht Capito dort auch Nachhilfe anbieten könnte, dachte sich Beate Gallus: „Da müsste man was machen.“ Und gründete prompt nach der Dossenheimer noch die Schriesheimer Filiale. Dort werden alle Hauptfächer angeboten, aber auch „jedes Fach, das gewünscht ist“, lächelt Beate Gallus. In Zweier-Gruppen erhalten die Kinder die Hilfe, die sie benötigen. Und das zweimal 60 Minuten pro Woche. In einer Stunde geht es darum aufzuarbeiten, in der anderen dreht sich alles um den aktuellen Lernstoff. 

Doch vorher findet ein Beratungsgespräch statt. Dabei soll geklärt werden, welche Voraussetzungen das Kind mitbringt und was es eigentlich braucht, wie Stangl erläutert. „Dann helfen wir ihm gerne, einen besseren Weg zu finden.“ Denn es geht auch darum, Lerntechniken zu vermitteln. „Das Kind soll merken: Hier werde ich ernst genommen“, so Gallus. Die Noten aller Fächer werden gesammelt, Capito tritt mit den Eltern diesbezüglich auch in Kontakt. Doch nicht nur mit diesen stimmt sich das Lernzentrum ab. Bei Bedarf sind es auch Logopäden, die hinzugezogen werden. Oder auch Experten, die bei Leserechtschreibschwächen und Rechenschwäche helfen.  „Wenn sich alle, die mit den Kindern arbeiten, abstimmen, ist der Erfolg am größten“, ist Stangl überzeugt.

Und der Erfolg gibt ihm und Beate Gallus offenbar recht. So hatte ein Schüler vor den Sommerferien 2009 eine Fünf in Mathe. Dann kam er zu Capito, „und heute ist er Klassenbester“, freut sich die Schriesheimer Filialleiterin. Die Mutter sei zu ihr gekommen und habe begeistert gefragt: „Was haben Sie denn mit meinen Sohn gemacht?“

Doch nicht nur die klassische Nachhilfe gehört zum Erfolgsrezept von Capito. Es gibt Ferienkurse, Prüfungsvorbereitungskurse oder auch die „Büffelbude“. Hier orientiert sich das Lernzentrum an den geänderten Bildungsplänen und will zeigen, dass das Erlernte auch auf andere Bereiche anwendbar ist. „Es ist wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen“, erläutert Stangl den Grund für die Zusatzkurse. In der „Büffelbude“ können sich die Kinder mit der Verbindung von Mathe und Kunst beschäftigen oder auch lernen, wie man eine Zeitung erstellt.

Auch darüber können sich die Besucher dann beim Stand von Capito im Gewerbezelt informieren. Dort wollen Stangl und Gallus Dinge präsentieren, „die zum Staunen anregen“. Auch ein Filmrätsel können die Besucher lösen. Und natürlich alles rund um Capito erfahren. Zum Beispiel dass es insgesamt 17 Lernzentren in der Region gibt. Und wenn die Nachfrage noch größer wird? „Dann suchen wir eben nach mehr Räumen und mehr Lehrkräften“, schmunzelt Stangl.