Die Hirschberg AG zu Gast


Hirschberg AG: Martin-Stöhr-Schüler besuchen das Lernzentrum "Capito" und verblüffen mit ihrem physikalischen Wissen (Weinheimer Nachrichten vom 01.12.09)


Sicher aus "Labyrinth" gefunden 


Hirschberg: Und wieder waren die Schüler der Hirschberg AG unter­wegs, um ihren Heimatort zu erkun­den. Dieses Mal führte sie der Weg ins Lernzentrum Capito in der Vor­dergasse. Erwartet wurden sie und ihre Betreuer Anja Stepic und Tanja Koch von Capito-Leiter und Inha­ber Matthias Stangl, der ihnen er­zählte, dass es diese Lerneinrich­tung 17 mal in Baden-Württemberg gebe.Lernen beginne bereits mit der Geburt und sei eine Sehnsucht nach mehr Wissen, sagte er. Stangl fragte die Schüler, was wohl beim Lernen im menschlichen Gehirn ablaufe und heftete an die Tafel einen Quer­schnitt durch das Gehirn mit all sei­nen unterschiedlichen Zonen. Das Merken verlaufe ähnlich, wie man einen Weg in einem Labyrinth finde, erklärte er und ließ sich von seinen kleinen Gästen große Zahlen nen­nen, die von 50 000 bis zu Billionen reichten. Ein Junge verblüffte alle mit seinem Wissen um die Zahl "Unendlich". Jetzt waren die Kids gefordert, selbst den schnellsten Weg in einem Labyrinth von A nach B zu finden. Dazu verteilte Stangl Blätter, auf dem sie so schnell wie möglich ei­nen Weg zu suchen hatten; die Mäd­chen waren am schnellsten. Ruck­zuck hatten sie den Weg gefunden und halfen ihren männlichen Kolle­gen. Ebenso würden die Gehirnzel­len verfahren und je mehr geübt werde, umso sicherer werde der richtige Weg gefunden, erläuterte Matthias Stangl. Im Anschluss folgte eine prakti­sche Übung. Jedes der Kinder be­kam eine Plastikflasche, in die sie ein farbige Flüssigkeit füllten, darauf wurde eine weitere gekippt, und sie­he da, es entstanden zwei Phasen, eine durchsichtige und eine farbige. Dann durfte kräftig geschüttelt wer­den und die Flüssigkeiten vermisch­ten sich. Was war da geschehen?, fragte Stangl und war wiederum ver­blüffte darüber, dass einige Schüler den physikalischen Ablauf wussten: Das schwerere Material fällt immer nach unten, während Leichteres oben schwimmt. Auch als Stangl das Experiment mit einer geschälten und ungeschälten Zitrone wieder­holte und die leichtere schalenlose Zitrone absank, wussten sich die Schüler Rat: In die geschälte Süd­frucht dringt Wasser, deswegen wird sie am Ende doch schwerer als die Zitrone mit Schale, deren Hülle das Wasser nicht eindringen lässt. Am Ende zeigte Stangl der Gruppe Bildtafeln und erklärte ihnen das Phänomen der optischen Täu­schung. Es war wirklich verblüffend, was die Grundschulkinder bereits wussten und so drängte sich am Ende schon die Frage auf, ob das die gute Bergsträßer Luft ist, die die Kids so schlau macht.

Hirschberg AG

 

Kinder bekamen "Zauberflaschen“

Die Hirschberg-AG besuchte das Lernzentrum Capito - Warum sinkt die schwere Zitrone nicht?  (RNZ vom 28.11.09)
Von Nicoline Pilz

Hirschberg-Leutershausen. Wie intelli­gent ein Mensch ist, hängt nicht von der Zahl seiner Gehirnzellen ab, sondern von der Anzahl der Verbindungen zwischen ihnen. Zwischen 19 und 23 Milliarden die­ser kleinen Dinger hat ein Mensch im Kopf: "So viel Zeugs, was macht man da­mit?", fragte Matthias Stangl vom Lern­zentrum Capito in der Leutershausener Bahnhofstraße. Zum Beispiel kann man mit der Masse im Kopf lernen - Thema des Tages, als die Hirschberg-AG der Mar­tin-Stöhr-Schule mit ihren Leiterinnen Anja Stepic und Tanja Koch bei Stangl vorbeischaute.
Je mehr man lernt, wiederholt und übt, desto schneller bauen sich zwischen den Gehirnzellen Wege auf, die das Laby­rinth im Kopf immer besser vernetzen. Wichtig beim Lernen, erklärte Stangl den Kindern, sei es, "Sehnsucht zu we­cken". Denn wenn man das, was man lernen soll, auch gerne lernen möchte, klappt es viel besser.
Wie man richtig lernen lernt, kann man im Capito erfahren. "Es geht bei uns nicht um klassische Nachhilfe", sagte Stangl der RNZ. Hierher kommen auch Kinder mit Lese-, Rechtschreib- oder Ma­theschwäche. Im Capito gibt's Förde­rung, Lerntherapie und spezielles Trai­ning. Samstags und in den Ferien finden in der "Büffelbude" besondere Kurse zur Vorbereitung von Prüfungen, aber auch zu anderen Themen statt. Vom 7. bis 13. Dezember bringen Stangl und sein Team zum Beispiel Kindern und Jugendlichen bei, wie man eine Zeitung erstellt.
Doch bleiben wir noch bei den Wegen durchs Gehirn. Beim Ausbau dieses Wege­netzes sind die pfiffigen Kinder der Hirschberg-AG wahre Baumeister. "Wie lernt man denn eigentlich?", fragte Stangl weiter. Und auch hier wussten die Kids Bescheid: Das Gehirn merkt sich das, was es für wichtig hält und lässt den Rest "zu den Ohren rausfallen". Ihrer­seits hatten sie knifflige Fragen zu stel­len, wobei Paul zunächst höflich darauf verwies, dass Stangl doch nicht so lange reden wollte. Der Leiter des Lernzen­trums lachte und freute sich sichtlich über die aufgeweckte Schar. Seit 1999 ist das Lernzentrum in Leutershausen, er­fuhren die Fragesteller aus den ersten bis vierten Klassen, die nur bedingt zur Klientel der Einrichtung zählen.

Wie das Capito zu seinem Namen kam, warum die Leute früher dachten, man könne Wissen per Trichter ins Hirn einfüllen (wobei die Kinder sogar wuss­ten, was der "Nürnberger Trichter" ist!) und wieso sich (farbiges) Wasser und Öl nur per Schütteln vermischen, um sich dann wieder zu trennen - das alles nahm die AG mit an Wissen nach Hause. Eben­so wie ihre kleinen Zauberflaschen, mit denen sie zuhause die Eltern verblüffen wollten. Sie nahmen Tricks zur Neuner­reihe mit und konnten selbst beantworten, warum eine schwerere Zitrone mit Schale nicht sinkt, während die leichtere ohne Schale untergeht. „in der Schale sind Luftbläschen drin“, verriet Stangl. So macht Mathe und Physik richtig Spaß.